PNN 16.03.2010

 

Kreisgymnasium startet durch 134 Anmeldungen

Gymnasien stark nachgefragt (16.03.10)

Potsdam-Mittelmark – Auch wenn in zwei Jahren der Umzug in den Stahnsdorfer Neubau bevorsteht: Das neue Kreis-Gymnasium in Teltow kommt an. 134 Sechstklässler haben sich für das nächste Schuljahr angemeldet – das sind 50 mehr, als in den drei Klassen aufgenommen werden können. Für das Schuljahr 2009/2010 hatte es lediglich 20 Erstwünsche gegeben. Gestern wurden die Anmeldezahlen für die Jahrgangsstufe Sieben bekannt gegeben. Die Region Teltow profitiere besonders von einem starken Anstieg der Schülerzahlen, wie es aus dem Schulamt Brandenburg (Havel) hieß. Im gesamten Landkreis steigt die Zahl mit 172 Schülern um 18 Prozent – 1152 Schüler aus der Mittelmark müssen im nächsten Schuljahr auf die siebenten Klassen verteilt werden.

60 Prozent von ihnen wollen aufs Gymnasium, das damit die gefragteste Schulform in der Mittelmark bleibt. Einige von ihnen müssen ihre Eignung allerdings noch in einem Probeunterricht nachweisen, wie Schulamtsleiter Ulrich Rosenau erklärte. Schulen wie das Haeckel-Gymnasium in Werder (Havel) (73 Erstwünsche bei 56 Plätzen) oder das Weinberg-Gymnasium in Kleinmachnow (95 Anmeldungen, 84 Plätze) werden sich ihre Schüler aussuchen können, das Michendorfer Wolkenberggymnasium könnte von 114 Erstwünschen 112 erfüllen. Anders sieht es am Rande des Speckgürtels aus: Das Beelitzer Sally-Bein-Gymnasium ist bei 64 Erstwünschen auch auf die Zweitwünsche angewiesen ist, um ihre drei Klassenzüge mit 84 Schülern zu füllen.

Im Teltower Kant-Gymnasium kann man mit 76 Anmeldungen für 84 Plätze dagegen noch ganz zufrieden sein. Zusätzlich stehen in der Region Teltow auch noch 17 freie Plätze in den vier Klassenzügen der Gorki-Gesamtschule in Kleinmachnow zur Verfügung – die einzige verbliebene Gesamtschule im Landkreis. Bekanntlich kann der Nachwuchs – je nach Entwicklung – auch hier sein Abitur ablegen und sich dafür ein Jahr mehr Zeit lassen. Das Modell ist in Potsdam-Mittelmark allerdings nicht sehr populär.

Zu 32 Prozent entscheiden sich Eltern und Schüler im Zweifel für die Oberschulen, in denen auch reichlich Platz ist: In der Carl-von-Ossietzky-Oberschule in Werder gibt es 60 Erstwünsche bei 104 Plätzen. In der Mühlendorf-Oberschule in Teltow wäre mit 25 Erstwünschen nur einer von zwei Klassenzügen gefüllt. Dramatisch stellt sich die Situation einmal mehr für Beelitz dar: Die Solar-Oberschule hat 17 Anmeldungen bei 56 Plätzen – ob hier überhaupt eine Klasse gebildet wird, ließ das Schulamt gestern offen.

Unbesorgt kann dagegen die Wilhelmshorster Oberschule ins neue Schuljahr blicken: Dass der Nachwuchs aus dem eigenen Grundschulteil rekrutiert werden kann, zahlt sich aus: Von 68 Erstwünschen können nur 51 erfüllt werden. Alles in allem bleibt jeder neunte Erstwunsch im Landkreis unerfüllt. Henry Klix