MAZ 01.04.09

 

KONFLIKT: Gemeinde bereitet Seeberg-Gespräch vor

Klocksin beschreibt Kompromisslinie

KLEINMACHNOW - In die festgefahrene Situation auf dem Kleinmachnower Seeberg kommt Bewegung. Wie berichtet, schwelt derzeit ein Konflikt zwischen der Gemeinde und der Internationalen Schule (BBIS) um ein Grundstück, auf dem ein neuer Waldorf-Kindergarten entstehen soll. Die Gemeinde hatte das Grundstück gekauft, die BBIS machte nun aber ein Vorkaufsrecht geltend und blockiert damit derzeit den Baubeginn.

BBIS-Geschäftsführer Burkhard Dolata begründete den Schritt damit, dass die Schule in finanziellen Engpässen sei und alle erreichbaren Werte sichern müsse. Grund der Schieflage sei der fehlende Bebauungsplan für den Seeberg, weshalb die weitere Entwicklung der Schule in Frage stehe. Der Vorsitzende des Bauausschusses, Jens Klocksin (SPD), sagte gestern zur MAZ, es bestehe „der feste Wille“ der politischen Vertreter Kleinmachnows, zu einer Einigung mit der BBIS und zu einer Lösung für den Seeberg zu kommen. In diesen Tagen will der neue Bürgermeister Michael Grubert (SPD) mit Dolata Verhandlungen aufnehmen.

Für Klocksin kommt es in den Gesprächen insbesondere darauf an, dass die BBIS zusagt, die Waldkante zum Rathausplatz hin zu erhalten, die geplante Baumasse der Schule auf das Niveau des B-Plan-Entwurfs zu reduzieren und den Erhalt der Seeberg-Grundschule bis 2020 zu garantieren. (sti)