MAZ 19.11.08

 

bildung: Gymnasium in der Zille-Straße

STAHNSDORF - Die Chancen für den Neubau eines dritten staatlichen Gymnasiums in der Region Teltow sind gestiegen. Dabei scheint sich abzuzeichnen, dass die Schule auf einer Fläche in der Heinrich-Zille-Straße in Stahnsdorf errichtet wird. Das Areal befindet sich im Eigentum der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima). „Wenn der Landkreis sich dafür entscheidet, das Gymnasium in der Zille-Straße zu bauen, dann ist die Bima bereit, das Grundstück an die Gemeinde abzugeben“, sagte Stahnsdorfs Bürgermeister Bernd Albers (Bürger für Bürger) gestern zur MAZ. „Damit steht dieser Standort in Stahnsdorf definitiv zur Verfügung.“ Albers will die Variante heute im Kreis-Bildungsausschuss den Abgeordneten erläutern.

Lange Zeit war als Standort für das Gymnasium eine Fläche neben dem Gemeindezentrum in der Annastraße favorisiert worden. Dies scheint jetzt vom Tisch zu sein. Ob die Gemeinde die Fläche an der Zille-Straße der Bima abkaufen wird, oder ob es einen Flächentausch geben wird, wollte Albers gestern noch nicht sagen. Dem Landkreis werde das Baugrundstück aber kostenlos zur Verfügung gestellt. Laut Albers geht es dabei um 25 000 Quadratmeter. „Wenn alles reibungslos über die Bühne geht, dann könnten wir dort bis Mitte 2009 Baurecht schaffen.“

Irritationen um den Bau des Gymnasiums gab es im jüngsten Kreisausschuss für Innere Verwaltung. Dort wurde moniert, dass dafür kein Geld im Kreishaushalt 2009 eingestellt sei. Landrat Lothar Koch (SPD) machte geltend, dass erst der Standort klar sein müsse, bevor Mittel im Haushalt berücksichtigt werden könnten. Albers hat diesen Ball nun an den Landkreis zurückgespielt.

Im Koalitionsvertrag zwischen SPD, CDU, FDP und Freien Bürgern und Bauern tauchte zwischenzeitlich auch der Schwarze Weg in Kleinmachnow als Standort für das Gymnasium auf. Dieser Passus wurde aber wieder gestrichen. „Für mich ist wichtig, dass das Gymnasium die Bildungslandschaft in der Region bereichert und nicht etwa die Existenz der Gesamtschule in Kleinmachnow gefährdet wird“, machte Albers deutlich. sti