Märkische Allgemeine 17.03.08

 

VIDEOüBERWACHUNG: Kamera soll wieder eingeschaltet werden

Observation schreckt ab

KLEINMACHNOW - Die Überwachungskamera an der Frontseite der Kleinmachnower Maxim-Gorki-Gesamtschule ist seit Mitte 2007 nicht mehr in Betrieb. Das sagte Bürgermeister Wolfgang Blasig (SPD) in der jüngsten Sitzung der Gemeindevertreter.

Der Anlass zu dieser Maßnahme ist die Kritik von Brandenburgs Datenschutzbeauftragten Dagmar Hartge. Sie monierte, dass unerlaubt Passanten aufgenommen worden sind, das Filmmaterial zu lange aufbewahrt wurde und unberechtigte Personen auf die Daten zugreifen konnten. Mit Hilfe der Aufnahmen sollten Graffiti-Sprayer und Einbrecher überführt werden.

Der ursprüngliche Grund für die Installation sei ein Fall von Kindesmisshandlung gewesen, erklärte Blasig. Weil sich während der Videoüberwachung kein Graffiti-sprayer mehr an die Hausfassade gewagt habe, will er die Kamera bald wieder einschalten lassen – von 22 bis 7 Uhr an Wochentagen und an Wochenenden. Dann sollen die datenschutzrechtlichen Bestimmungen aber eingehalten werden. „Es war niemals unsere Absicht, Schüler oder Passanten zu filmen“, versicherte der Bürgermeister. (ekö)